DataCopy: Ein Papier verschwindet und taucht neu wieder auf

DataCopy: Ein Papier verschwindet und taucht neu wieder auf

Ungelesener Beitragvon Administrator » Do 7. Apr 2016, 20:58

Ein kurze Zeit lang ging das Gerücht um, das Papier namens "DataCopy" würde es nicht mehr geben.
Es war wirklich so, dass dieses Papier nicht mehr hergestellt wurde. Der letzte Hersteller war Konkurs gegangen.

Vor dieser Zeit gab es das DataCopy in unzähligen Grammaturen. Mit seinem Weißegrad von CIE 167 bewegte es sich im oberen Drittel der ehemaligen A-Qualität

....

Vor einigen Wochen recherchierte ich , ob ich das Papier nicht doch eventuell irgendwo auf der Welt wieder finden könnte.
Im Internet stieß ich nur noch selten auf Anbieter. Es schien wirklich "verloren" zu sein.

Eher durch Zufall fand ich das Papier jedoch wieder.
Die Marke DataCopy wird nun von der Firma Antalis vertrieben. Es ist jedoch nicht das DataCopy , das man vorher bekam, sondern es ist "ganz anders" .

Zunächst einmal sagte mir ein Mitarbeiter von Antalis , dass es für das "neue DataCopy" keine eigene Produktion gibt. Es handelt sich eher um ein Papier, das bestimmte Spezifikationen aufweist und dann als DataCopy gelabelt wird.

Dieses Verfahren ist durchaus üblich. Ein sehr bekannter Vertreter für dieses Labeln war die Firma Xerox mit ihren Papieren , deren Vermarktung seit einigen Jahre nun auch in der Hand der Firma Antalis liegt.

Es gibt aber noch einen anderen Unterschied:
Das "neue DataCopy" weist einen viel höheren CIE-Wert auf. Damit ordnet es sich oberhalb der ehemaligen A-Qualität (High White / hochweiß ) ein und gehört zur neuen "Ultra White Klasse".

In welchen Papiermühlen könnte das neue DataCopy wohl hergestellt werden ?
Diese extrem hohe Weiße wird vorzugsweise von der "Mondi-Group" und der "Grupo Portucel Sporcel" hergestellt , aber auch Clairefontaine produziert auf diesem hohen Level.

Mir ist zufälligerweise bekannt geworden , wo genau das "neue DataCopy" aktuell hergestellt wird. Leider kann ich es nicht mit öffentlich zugänglichen Dokumenten belegen. Gleichzeitig kann natürlich später auch immer wieder eine andere Papiermühle mit der Herstellung beauftragt werden.
Selbst wenn ich den Beweis antreten könnte , würde er nur kurze Zeit Gültigkeit haben.
Belassen wir es also dabei, dass das "neue DataCopy" jetzt in der "Oberliga der Papiere" spielt , in der es noch wenige Alternativen gibt.

Wie ist das Preisniveau vom "neuen DataCopy" ?
Es ist entsprechend der neuen und höheren Qualität angemessen.

Wie ist der Verbreitungsgrad und die Marktakzeptanz ?
Durch das Gerücht, es gäbe das Papier nicht mehr , sind viele Endbenutzer bereits auf andere Marken umgestiegen. Sie sind der Empfehlung ihrer Händler gefolgt. Das war eine gute Entscheidung.

Das neue DataCopy muss sich erst wieder am Markt behaupten und durchsetzen.
Die höhere Weiße wird nicht überall wirklich benötigt , so dass es schwer haben wird, seinen verlorenen Platz am Markt wieder zu gewinnen.

Am Ende werden wahrscheinlich Gewohnheit und Preis den Ausschlag geben , ob frühere Anwender sich erneut für DataCopy oder für ihre zwischenzeitlich genutzte Alternative entscheiden werden .

Nachtrag:
Aktuell werden zwei verschiedene technische Datenblätter "öffentlich verteilt". Auf der Internetseite von DataCopy kann man noch die alten Werte sehen. Auf der Internetseite von Antalis wird jedoch schon das Datenblatt der neuen Version veröffentlicht.
Bis auf die Rauhigkeit nach Bendtsen sind die Werte bei der neuen Version alle höher als bei der alten Version = Höhere Weiße, höhere Opazität, höhere Dicke.
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